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Pressemitteilung November 2002
Beratungsbedarf und
Informationsstrategien
im Erziehungsalltag
Nürnberger Eltern äußern sich zu Familienbildung
und Elterninformationen
Das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität
Bamberg (ifb) hat im Auftrag des Modellprojektes "Kampagne
Erziehung" eine Eltern-befragung zum Thema Familienbildung
durchgeführt. In diesem Rahmen wurden 311 Mütter und Väter
aus Nürnberg danach befragt, welche Informationen zum Thema
Erziehung und Familie sie nutzen bzw. welche sie sich wünschen
würden.
Die Erziehungsverantwortung liegt in den Händen der Eltern:
84% befragten Eltern schätzen ihren erzieherischen Einfluss
als sehr groß ein. Eltern sind für die Erziehung mit
Abstand die wichtigsten Personen. Dabei stellen nur wenige Mütter
und Väter ihre Entscheidungen und Me-thoden nie in Frage. Die
Hälfte der befragten Eltern gibt an, sich in der Erziehung
ihrer Kinder manchmal unsicher zu fühlen. Dieses Ergebnis zeigt,
dass viele Eltern durch entsprechende Informationen oder Angebote
unterstützt werden könnten.
Bei Fragen oder Problemen in der Erziehung wenden sich Eltern zuerst
an Familienmitglieder, Verwandte oder Freunde. Rat suchen Eltern
also zunächst bei Personen, die sie gut kennen und mit denen
sie ohnehin Kontakt pflegen. Die nächste wichtige Anlaufstelle
bilden LehrerInnen und ErzieherInnen. Seltener werden andere Fachleute
von außen genannt: Dabei stehen (Kinder-)Ärzte und Lehrer
an erster Stelle.
Elternzeitschriften und Informationsbroschüren werden von fast
der Hälfte der Nürnberger Eltern gelesen: Sie stellen
die wichtigsten Informationsmedien zu Familien- und Erziehungsfragen
für Eltern dar und werden meist mehrmals im Jahr genutzt. Das
Internet ist in Familien noch nicht flächendeckend verbreitet.
Es scheint aber bislang auch nicht das Medium zu sein, in dem Eltern
sich über Familien- und Erziehungsfragen informieren: Nur knapp
ein Drittel der Eltern sucht dort nach Rat zu diesen Themen.
Etwa 60% der Eltern haben schon mindestens einmal eine Veranstaltung
der Familienbildung besucht. Rund 15% aller Eltern nehmen regelmäßig
an solchen Veranstaltungen teil. Am beliebtesten von allen Angeboten
sind offenbar Geburtsvorbereitungskurse.
Rund 40% der Eltern nutzen dagegen keine Angebote der Familienbildung;
zum Teil, weil sie gar keine kennen (10%). Andere sagen, sie hätten
zu wenig Zeit oder die Kurszeiten seien ungünstig. Jeder dritte
"Nichtnutzer" hat kein Interesse an den behandelten Inhalten,
ein Viertel bemängelt, dass die angebotenen Themen nicht ihren
Bedürfnissen entsprechen. Diese Aussagen zeigen, dass die Angebotspalette
offenbar nicht ausreichend auf die Bedürfnisse der Familien
abgestimmt ist.
Zu welchen Themen wünschen sich Eltern Informationen und Beratung?
An erster Stelle werden hier Schule und Ausbildung genannt. Aber
auch bei Problemen mit ihren pubertierenden Kindern wünschen
Eltern sich mehr Information und Unterstützung.
Die meisten Eltern finden Informationen zu Erziehungsfragen wichtig,
aber sie möchten nicht ungefragt informiert werden. Gut ankommen
würden vor allem Infobroschüren. Die Themen sollten nach
Altersgruppen unterschieden und gut verständlich aufbereitet
sein. Wichtig ist für Eltern, neutral und passgenau informiert
zu werden. Manche Eltern bevorzugen dazu schriftliche Angebote,
die ihre Anonymität wahren, andere empfinden ein persönliches
Gespräch als bessere Hilfe. Hier ist also ein vielfältiges
Angebot gefragt.
Ausführlich wurden die Ergebnisse dieser Elternbefragung beim
2. Offenen Forum Familie, das im Rahmen des Bündnisses für
Familie Nürnberg am 04./05.11.2002 stattfand, vorge-stellt.
Diese Elternbefragung ist ein Teilprojekt einer bayernweiten Untersuchung,
die vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung,
Familie und Frauen gefördert wurde.
Ansprechpartner:
Dr. Marina Rupp
Tel. 0951/96525-27
e-mail:
Dipl.-Soz. Adelheid Smolka (Projektleitung)
Tel. 0951/96525-19, Fax -29
e-mail:
Pressemitteilung November 2002
Beratungsbedarf und Informationsstrategien
im Erziehungsalltag
Nürnberger Eltern äußern sich zu Familienbildung
und Elterninformationen
Das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität
Bamberg (ifb) hat im Auftrag des Modellprojektes "Kampagne
Erziehung" eine Eltern-befragung zum Thema Familienbildung
durchgeführt. In diesem Rahmen wurden 311 Mütter und Väter
aus Nürnberg danach befragt, welche In-formationen zum Thema
Erziehung und Familie sie nutzen bzw. welche sie sich wünschen
würden.
Die Erziehungsverantwortung liegt in den Händen der Eltern:
84% be-fragten Eltern schätzen ihren erzieherischen Einfluss
als sehr groß ein. Eltern sind für die Erziehung mit
Abstand die wichtigsten Personen. Da-bei stellen nur wenige Mütter
und Väter ihre Entscheidungen und Me-thoden nie in Frage. Die
Hälfte der befragten Eltern gibt an, sich in der Erziehung
ihrer Kinder manchmal unsicher zu fühlen. Dieses Ergebnis zeigt,
dass viele Eltern durch entsprechende Informationen oder Ange-bote
unterstützt werden könnten.
Bei Fragen oder Problemen in der Erziehung wenden sich Eltern zuerst
an Familienmitglieder, Verwandte oder Freunde. Rat suchen Eltern
also zunächst bei Personen, die sie gut kennen und mit denen
sie ohnehin Kontakt pflegen. Die nächste wichtige Anlaufstelle
bilden LehrerInnen und ErzieherInnen. Seltener werden andere Fachleute
von außen ge-nannt: Dabei stehen (Kinder-)Ärzte und Lehrer
an erster Stelle.
Elternzeitschriften und Informationsbroschüren werden von fast
der Hälf-te der Nürnberger Eltern gelesen: Sie stellen
die wichtigsten Informati-onsmedien zu Familien- und Erziehungsfragen
für Eltern dar und wer-den meist mehrmals im Jahr genutzt.
Das Internet ist in Familien noch nicht flächendeckend verbreitet.
Es scheint aber bislang auch nicht das Medium zu sein, in dem Eltern
sich über Familien- und Erziehungsfra-gen informieren: Nur
knapp ein Drittel der Eltern sucht dort nach Rat zu diesen Themen.
Etwa 60% der Eltern haben schon mindestens einmal eine Veranstal-tung
der Familienbildung besucht. Rund 15% aller Eltern nehmen re-gelmäßig
an solchen Veranstaltungen teil. Am beliebtesten von allen Angeboten
sind offenbar Geburtsvorbereitungskurse.
Rund 40% der Eltern nutzen dagegen keine Angebote der Familienbil-dung;
zum Teil, weil sie gar keine kennen (10%). Andere sagen, sie hät-ten
zu wenig Zeit oder die Kurszeiten seien ungünstig. Jeder dritte
"Nichtnutzer" hat kein Interesse an den behandelten Inhalten,
ein Viertel bemängelt, dass die angebotenen Themen nicht ihren
Bedürfnissen entsprechen. Diese Aussagen zeigen, dass die Angebotspalette
offen-bar nicht ausreichend auf die Bedürfnisse der Familien
abgestimmt ist.
Zu welchen Themen wünschen sich Eltern Informationen und Beratung?
An erster Stelle werden hier Schule und Ausbildung genannt. Aber
auch bei Problemen mit ihren pubertie-renden Kindern wünschen
Eltern sich mehr Information und Unterstützung.
Die meisten Eltern finden Informationen zu Erziehungsfragen wichtig,
aber sie möchten nicht ungefragt informiert werden. Gut ankommen
würden vor allem Infobroschüren. Die Themen sollten nach
Altersgruppen unterschieden und gut verständlich aufbereitet
sein. Wichtig ist für Eltern, neutral und passgenau informiert
zu werden. Manche Eltern bevorzugen dazu schriftliche Angebote,
die ihre Anonymität wahren, andere empfinden ein persönliches
Ge-spräch als bessere Hilfe. Hier ist also ein vielfältiges
Angebot gefragt.
Ausführlich wurden die Ergebnisse dieser Elternbefragung beim
2. Offenen Forum Familie, das im Rahmen des Bündnisses für
Familie Nürnberg am 04./05.11.2002 stattfand, vorge-stellt.
Diese Elternbefragung ist ein Teilprojekt einer bayernweiten Untersuchung,
die vom Bayeri-schen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung,
Familie und Frauen gefördert wurde.
Ansprechpartner:
Dr. Marina
Rupp
Tel. 0951/96525-27
e-mail:
Dipl.-Soz.
Adelheid Smolka
Tel. 0951/96525-19, Fax -29
e-mail:
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