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Mai 2003
Treue Ehepaare
Die fünfte Befragung im Bamberger-Ehepaar-Panel
Das "Bamberger-Ehepaar-Panel" ist sicherlich eine einmalige
Besonderheit in der Forschungslandschaft, weshalb der Leiter des
Staatsinstituts für Familien-forschung, Prof. Vaskovics auf
diese Längsschnittstudie ganz besonders stolz ist. Schließlich
begleiten die Forscher die Ehepaare seit nunmehr 14 Jahren. Die
erste Befragung der Paare fand im Jahre 1988 statt, die fünfte
wurde vor kurzem abgeschlossen. Als erstes Ergebnis kann nun berichtet
werden, dass Ehepaare zumindest der Forschung treu sind: Mehr als
500 Paare von ur-sprünglich 1500 Paaren) aus den alten Bundesländern
haben auch an der 5. Runde wieder teilgenommen.
Zentrales Anliegen der Studie, die den Verlauf der Ehen von Beginn
an beglei-tet hat, sind die Entwicklung und Realisierung des Kinderwunsches
und die Einflussfaktoren darauf.
Für die meisten jungen Ehepaare war kurz nach der Hochzeit
klar, dass sie eine Familie gründen möchten, ein kleiner
Teil hatte sich noch nicht entschie-den und nur 8% sagten damals,
sie wollten keine Kinder bekommen. Nun, nach 14 Ehejahren und da
die Befragten im Durchschnitt bereits mehr als 40 Jahre alt sind,
kann relativ deutlich abgeschätzt werden, was aus diesen Vor-stellung
letztlich geworden ist.
Tatsächlich - so die ersten Ergebnisse der Untersuchung - hat
das Gros der Paare den Schritt zur Familiengründung gewagt.
91% der Teilnehmer der fünf-ten Befragung sind Eltern. Dem
ersten Eindruck nach haben die meisten ihre Pläne realisiert.
Von den Eltern haben 22% ein Kind, 59% zwei Kinder und rund 19%
drei oder mehr Kinder.
Weitere Analysen werden nun zeigen, wie die Entwicklungen und Entschei-dungen
konkret verlaufen sind: Ob beispielsweise ein Teil der Paare entgegen
den ursprünglichen Plänen Eltern geworden ist oder aber
sich im Laufe der Zeit gegen Kinder entschieden hat und ob die gewünschte
Kinderzahl erreicht wurde. Spannende Fragen der Untersuchung sind
zudem, wie die Eltern Fa-milie und Beruf verbinden, welche Lösungen
sie bei der Aufteilung der Famili-enaufgaben gefunden haben und
wie zufrieden sie mit ihren jeweiligen Arran-gements sind.
Ansprechpartner: Dr.
Marina Rupp
Telefon: (0951) 965 25 -27
e-mail:
Dipl.-Soz.
Harald Rost
Telefon: (0951) 965 25-18
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