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April 2003
Rückblick auf ein weiteres Jahr erfolgreicher
Familienforschung
Staatsinstitut für Familienforschung legt Jahresbericht 2002
vor.
BAMBERG. Vom Kinderreichtum bis zur Familienarmut reicht das Themenspektrum
des Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität
Bamberg (ifb), das von Prof. Dr. L.A. Vaskovics geleitet wird. Den
Kern der Forschungstätigkeit des ifb bilden vier Schwerpunkte:
Familienberichterstattung und Familienformen, Männer in der
Familie, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Familienbildung.
Zusätzlich zu Forschungsprojekten im Rahmen dieser Schwerpunkthemen
werden auch Untersuchungen mit aktuellem thematischen Bezug durchgeführt,
so z.B. seit November 2002 eine Studie zu den Auswirkungen der Neuregelung
des Gewaltschutzes.
Der Jahresbericht führt deutlich vor Augen, wie breit die Forschungsthemen
des ifb streuen: Neben praxisorientierten Projekten, wie der Erstellung
eines Leitfadens für niederschwellige Familienbildung, stehen
solche mit stärker empirischer Ausrichtung wie eine Längsschnittuntersuchung,
in der Ehepaare seit nunmehr 14 Jahren in ihrer Entwicklung begleitet
werden.
Zu den stetigen Aufgaben zählt die "Dauerbeobachtung"
der bayerischen Familien. In Folge des Wandels der Familienformen
haben Politik, Verbände, Medien und die Öffentlichkeit
zunehmend Interesse an Informationen über die Situation der
Familien. Der ifb-Familienreport bietet diese, indem er wesentliche
Merkmale der Familienhaushalte in Bayern dokumentiert und die Entwicklungen
der verschiedenen Lebens- und Familienformen beschreibt. Aktuelles
Sonderthema für den nächsten ifb-Familienreport Bayern
ist die materielle Lage der Familien. Diesen Aspekt behandelt auch
ein weiteres neues Forschungsprojekt des ifb: Eine Auswertung des
Niedrigeinkommens-Panels wird zeigen, welche Haushalte in Armut
leben und welchen es gelingt, ihre Situation zu verbessern. Flankierend
wird zudem in einem Eigenprojekt die Lebenssituation kinderreicher
Familien untersucht.
Mit großem Interesse wurden die Ergebnisse der Elternbefragung
zum Thema Familienbildung erwartet, die im Berichtsjahr abgeschlossen
wurde. Da bislang kaum repräsentative Informationen dazu vorlagen,
welchen Beratungsbedarf Eltern selbst sehen und mit Hilfe welcher
Strategien sie sich informieren, hält diese kleine Studie wichtige
Informationen für alle mit Familienbildung Befassten bereit.
Hochaktuellen Bezug besitzen die Stellungnahmen, die das Institut
für das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung,
Familie und Frauen erarbeitet. Auch hier findet sich ein breites
Themenspektrum: Die Gutachten befassen sich mit Elternbriefen, Modellen
der Elternbildung, aktuelle Studien zur Lebenssituation von Kindern
oder auch der sozialen Lage von Familien (um nur einige Beispiele
zu nennen).
Angesichts der hohen Auslastung durch Forschungstätigkeiten
beeindruckt der Umfang in dem die Mitarbeiter(innen) auch über
die eigentliche Projekttätigkeit hinaus aktiv sind, z.B. durch
Vorträge und Veröffentlichungen.
So erschienen 2002 allein in der institutseigenen Veröffentlichungsreihe
sieben Materialienbände und ein Forschungsbericht.
Weitere Informationen:
Staatsinstitut für Familienforschung
an der Universität Bamberg
Heinrichsdamm 4
96045 Bamberg
Ansprechpartner: Dr.
Marina Rupp
Telefon: (0951) 965 25 -27
e-mail:
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