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Forschungsschwerpunkte
Familienberichterstattung
Entwicklung der Familienformen
Zur gesellschaftlichen Situation
Dass das Modell Familie als Auslaufmodell, ja als
Dinosaurier unter den Lebensformen zu sehen wäre, ist heute keine
verbreitete oder gar der Realität entsprechende These mehr. Doch
hat sich in der Lebensgestaltung der Menschen viel verändert: Man
lebt allein oder als Paar; die Haushalte, in denen Kinder aufwachsen,
sind prozentual weniger geworden. Die Hintergründe sind allerdings
sehr vielfältig und sperren sich daher auch gegen so eindimensionale
Interpretationen wie die eingangs erwähnte. Höhere Lebenserwartung,
spätere Familiengründung, steigende Trennungsraten bei Partnerschaften
und Ehen sind einige der wesentlichen Eckdaten der neueren Entwicklung.
Diese führt dazu, dass andere, sogenannte nicht-familiale Lebensformen
zunehmen. Dies gilt jedoch vor allem für die Zeiten vor und "nach"
der aktiven Familienphase hier sind in der modernen Biographie Freiräume
in Form neuer gestaltbarer Lebensphasen entstanden. Daneben nimmt aber
auch die Zahl derjenigen zu, die sich gegen eine Familiengründung
entscheiden, wenngleich nicht in dem Maße, wie es oftmals dargestellt
wird.
Weiterhin ist das Familienleben selbst in Deutschland
wie in Europa vielfältiger geworden. Die Entwicklung während
der Nachkriegszeit verläuft über die Konzentration auf ein Familienmodell
in den 50er und frühen 60er Jahren zu gesteigerter Vielfalt. Neben
der "Normalfamilie", bestehend aus Ehepaar mit den leiblichen Kindern
im Haushalt, gibt es zunehmend wieder andere Formen: Alleinerziehende,
unverheiratete Eltern etc. Je genauer man hinsieht, um so vielfältiger
erscheint das moderne Familienleben. Es gibt Familien mit zwei Haushalten,
Familien mit berufstätigen Eltern, sogenannte Patchwork-Familien
und vieles mehr.
Zum Forschungsstand
Veröffentlichungen über die jüngere
Entwicklung und die modernen Familienformen gibt es viele. Das Thema wird
nicht nur in hohem Maße beachtet zugleich sind die Schlüsse,
die aus den Daten gezogen werden, sehr unterschiedlich. Diesen Forschungsstand
zu referieren würde zu weit führen.
Die Arbeiten des ifb konzentrieren sich
zum einen darauf, eine solide und differenzierte Datenbasis für Bayern
zu schaffen und diese stets auf dem aktuellen Stand zu halten. Aktuelle
und differenzierte Informationen über die Entwicklungen im Bereich
Familie sind heute unverzichtbar für die Familienpolitik. Die Arbeit
am ifb-Familienreport Bayern ist daher eine Daueraufgabe
des Instituts. Dieser Report wird kontinuierlich aktualisiert und im Abstand
von zwei bis drei Jahren neu aufgelegt. Zum anderen widmen sich einzelne
Forschungsprojekte bisher wenig erforschten Themenbereichen (z.B. Älter
werden als Single, Alleinerziehende) oder aktuellen gesellschaftlichen
Trends (z.B. Berufliche Mobilität und Lebensform, Lebensstile in
der Familie).
Durchgeführte
Projekte/Projekte in Bearbeitung
- Familienreport Bayern 2000. Bericht zur Lage der Familien in Bayern
- Älterwerden als Single
- Berufliche Mobilität und Lebensform
- Worin unterscheidet sich die Lebenssituation von Alleinerziehenden von der
- Lebenssituation der Elternfamilie?
- Lebensstile in der Familie
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